JOMO
Johanna Varner, Cellistin, Stipendiatin der Stadt M�nchen und Initiatorin zahlreicher Konzertreihen in M�nchen und Mary Oliver aus USA, Mitglied des ICP Amsterdam, Doktor der Musikgeschichte und Solistin auf der Viola und Violine haben 2008 das Duo " JOMO" gegr�ndet. Die beiden experimentierfreudigen und unangepassten Musikerinnen setzen sich mit neuen kreativen Konzepten einer experimentellen, �sthetisch widerst�ndigen Musik von �berbordendem Klangreichtum auseinander. Hier werden keine k�nstlichen Oppositionen zwischen Klassik, zeitgen�ssischer Musik und Jazzimprovisation aufgebaut, sondern freie Improvisationen stehen neben Ankl�ngen aus allen Epochen, Jazz und Neuer Musik. Dass Johanna Varner und Mary Oliver beide eine klassische Streicherausbildung an renommierten Hochschulen genossen haben, pr�gt das musikalische Spektrum des Duos "JOMO": Es oszilliert zwischen den akustischen Verfremdungen der Scordatura und rhapsodischen Mehrklängen, zwischen dem kaum hörbarem Flirren von Flageoletts und der Schönheit des romantischen Streicherklangs.
Johanna Varner vom ICI ensemble munich und Mary Oliver vom ICP Amsterdam präsentieren ihre erste Duo CD in der ICI Edition.
"JOMO" ist eine organische Musik-Collage, die von Stilbr�chen und der �berraschenden Gegen�berstellung und Verfremdung klanglicher Elemente gepr�gt ist. Durch die Entstehung des Tones als musikalisches Material, " exterritoriale" Spieltechniken und arabeskenhafte Sch�nheit und Sinnlichkeit als �bertr�gersubstanz f�r eine neue Inhaltlichkeit sto�en Johanna Varner und Mary Oliver das Tor in eine zeitgen�ssische und doch zeitlose Klangwelt auf. Kristalline Strukturen und fragil-fl�chtige Klangextrakte entf�hren die Zuh�rer in eine au�ermusikalische �sthetik.
Johanna Varner vom ICI ensemble munich und Mary Oliver vom ICP Amsterdam pr�sentieren ihre erste Duo CD in der ICI Edition.
Stefan Rutz �ber JOMO
Da strecken sich mit dem ersten Ton die K�pfe. Es wird nicht eine bekannte Symphonie, eine bekannte Tonfolge präsentiert. Der Zuschauer wird viel mehr mit einem aufregenden Austausch zweier Instrumente rhetorisch unterhaltend konfrontiert. Einem Austausch, der kaum vorhersehbare Wendungen nimmt, der Musik geschehen l�sst, bei der kein langer Ton langweilig wirkt, kein kurzer genervt, der den Instrumenten T�ne entlockt, der Schreiber w�re dankbar, wenn ihm nur zu einem Prozent von diesen T�nen die entsprechenden W�rter einfallen w�rden: die Instrumente, meisterlich gef�hrt, behandelt, zum Klingen gebracht von Johanna Varner und Mary Oliver, sie zwitschern, tuscheln, intrigieren, am�sieren sich, sie leiden und jubeln, sie tirilieren und kokettieren, sie geben sich nachdenklich, sie interpretieren die gef�hlte Temperatur, die Moral der Menschheit, sie geben sich Pro und Contra, so was hat man noch nicht erlebt, sie schwellen in ihrer Lautst�rke an, sie ziehen sich aber auch scheu zur�ck, tanzen auf dem Hochseil eines einsamen leisen Tones, riskieren Blicke in Abgr�nde, haben keine Angst vor der Gesprächspause, fliegen wie Schmetterlinge durch den Raum ....